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Citroën
CX -
Intelligenz auf
Rädern |
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| Hommage
von
Harald Krake* |
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nämlich ein
niedriges Rollzentrum. War da
nicht was, von wegen Rollzentrum und HP? Ja genau, das passt
nämlich nicht gut zusammen. Deshalb
darf das Heck nicht so schwer sein und
vor allem muss der Schwerpunkt hinten runter, die Sitzfläche
deshalb tief (aua! schon wieder bücken),
das Dach nach unten gezogen, schmaler,
leichter,
kurzum: das genaue Gegenteil
von dem, was
heute der Markt fordert -- und bekommt. Mit
der
Tropfenform
erschlägt man also gleich zwei Dinge: gute
Aerodynamik *und* Kompensation der
Nachteile der Längslenker-Hinterachse.
Passt gut,
gelle? Genau
genommen erschlägt man sogar 3 Dinge:
die Gewichtsverteilung gibts ja auch noch.
Nimm einen Hammer und wirf
den. Das schwere Ende ist immer vorne, egal wie
Du wirfst. Also warum
nicht auch ein Auto so bauen? Gesagt, getan, CX. Wenn er nicht
schon "CW-Wert"
hiesse, man müsste ihn "Geradeauslauf" nennen. Das Massenzentrum
sitzt auf der Höhe der Vorderachse.
Seitenwind? Ein
CX-Fahrer
kennt das nicht, auch wegen der flachen
Silhouette. Passt schon wieder
zusammen, verdammt aber auch... Die
Bremskraftverteilung: damit die Hinterachse
nicht überbremst und das Auto bei
unsymmetrischer
Bodenhaftung
nicht ausbricht, nimmt man einfach den Druck aus der hinteren Federung
zum Bremsen. Genial simpel, kein
Regler, pure Physik, passt
immer. Der
Bremsdruck und die Längslenker
sind exakt so bemessen,
dass sich bei jeder(!) Zuladung der Bremsnickausgleich optimal
anpasst *und*
die Hinterräder nicht überbremsen. Auch deshalb darf es
hinten nicht zu schwer werden.
Beängstigend,
wie das alles passt, oder? (die
Breaks haben
einen zusätzlichen Bremskraftbegrenzer, denn die Haftfähigkeit der
Reifen
ist leider endlich, nur so am Rande...).
Also haben wir schon 4 Dinge. Wie doch
plötzlich alles
zusammenpasst? Verflixt aber auch! Die
Vorderachse: was? keinen Nachlauf? Lenkrollradius
Nullkommanull? Ja,
verdammt! Weil so keine
Querkräfte die Lenkung stören. Das
Auto
soll dahin rollen,
wohin man lenkt und nicht dahin, wohin irgendwelche |
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Widrigkeiten
wie Bodenwellen oder gar Reifenplatzer es gerne
hätten. Nachteil dabei: es gibt keine
Rückstellkräfte. Aber
wozu hat man
schliesslich die Hydraulik? Soll die doch zurückstellen.
Diravi,
was für eine Lenkung! Und wenn
man schon mal
dabei ist: soll die Hydraulik doch auch gleich
selber
lenken.
"Drive-by-Hydraulics". Heute, 30 Jahre später, arbeitet
man an
"Drive-By-Wire". Und für die Ängstlichen: falls die Hydraulik
mal ausfallen sollte, gibts ein mechanisches
Backup gratis mit
dazu. Gratis, weil Teil der Regelkette. "By-Wire" hat das nicht -- nur so
als Tip für die
Ängstlichen... So,
und jetzt bremsen wir mal
einen CX ohne ABS auf trockenem Asphalt und
fahren dabei mit der
rechten Seite hinterlistigerweise auf den schotterbewehrten
Randstreifen. Teufel
aber auch! Das
Ding bremst einfach schnurgerade, ganz ohne ESP, selbst die
Hände
kann man dabei vom Lenkrad nehmen. Ja, wenns
passt, dann passts halt. Es
passt eben alles
zusammen! Versteht ihr?!
Es muss
harmonieren, nicht nur einfach
zusammenhalten. Think! Nimm
ein Teil weg und es
kommt nur noch Murks heraus, halbe Sachen. Und
dann braucht halt auch
ein HP-Citroën ESP
und die konventionelle Bremse eine Regelung für
die Hinterachse und und und... Am
Ende kannste
auch gleich einen Opel
oder Renault kaufen. Der
ist auf seine Art
auch durchdacht, denn er
erreicht mit viel weniger Aufwand das gleiche. Kleine
Pugs, pardon,
Cits gibts deshalb auch nicht mehr mit HP.
Na?
Klingelts?
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Mit
freundlicher Genehmigung des
Autors
email: harald@krake.de
www.krake.de |
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| DS
und SM sind
fahrwerkstechnisch etwa gleichwertig einzustufen.
Ein Unterschied: der SM "zieht" die L-förmigen
Doppelquerlenker
und die DS "schiebt" sie. Auch ist der SM etwas straffer und hat
aufgrund der schlaueren Massenverteilung die besseren
Fahreigenschaften. Mir persönlich ist die DS zu schaukelig. SM
bin
ich nur paar mal gefahren, da kann
ich nicht viel zu sagen. Fährt
sich imho deutlich ruhiger als die DS und der fauchende Maserati ist
sowieso eine Klasse für sich ;-)). Die GS
markiert insofern
einen
kleinen Technologiesprung, weil sie eine neue Vorderachse mit geraden
(Doppel-) Querlenkern und Bremsnick- sowie Anfahrnickausgleich hat,
d.h. die GS taucht beim Bremsen nicht mehr so tief ein wie DS oder SM.
Durch den genialen Boxer, der schön flach, leicht und tief
baut,
hat die GS eine perfekte Massenverteilung. Die Bremsen sitzen noch am
Getriebe, was geringe ungefederte Massen bedeutet. Die GS kommt
aufgrund des tiefen
Schwerpunkts
(Boxer!) mit dünnen Stabis aus.
Daher das komfortable und dennoch leichtfüssige Fahrwerk ohne
die Notwendigkeit für eine
Servolenkung. Der
Boxer ist rein gehörtechnisch
ein Genuss! |
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*
Ex-Posting
im Internet-Forum des
André-Citroën-Club
(ACC) aus dem Jahr 2001
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| Das
Ding ist extrem vibrationsarm, super leise, drehfreudig bis zum Abwinken und
hört sich an wie eine Turbine. Wirklich nett. Alle Goodies wie
z.B. lastabhängige HA-Bremse
hat sie natürlich
auch und den kürzeren
Radstand verzeiht man diesem
knuffigen Wägelchen, da
man darin eh nur dauergrinsend
unterwegs ist. Wenn Du mich fragst:
die GS hat das komfortabelste
Fahrwerk aller Citroën. Torkelt nicht und ist trotzdem
sehr weich. In
dieser Fahrzeugklasse das beste was es je gegeben hat und
wahrscheinlich kommt sowas auch nicht mal annähernd jemals
wieder. Mit
dem CX kann man eine Vollbremsung aus 200
km/h hinlegen, ohne dass die Schnauze auch nur einen Millimeter
eintaucht. Versuch das mal mit einem XM... Imho hat der CX das
aufwendigste und pfiffigste Fahrwerk aller HP-Citroëns. Das braucht er
auch, denn der Motor sitzt quer vor der Vorderachse, was zu einer
gewissen Kopflastigkeit führt. Durch die geniale
Diravi-Lenkung
wird das aber sehr gut kaschiert. Gleichzeitig
aber wirkt
die
Kopflastigkeit komfortverbessernd, denn sie verschiebt die
Karosseriebewegungen in den langperiodischen Bereich. Der CX schwebt am
"langsamsten" und angenehmsten von allen Citroëns. Der CX ist aber auch
der Citroën, bei dem man
über die
Baujahre den Sieg des
Sportlichkeitwahns verfolgen kann. Die ersten Jahre sind deutlich komfortabler als
die letzten. |
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Das
liegt vor allem an zwei Dingen:
1. die
Federzylinder wurden dicker gemacht (vorne von 35 auf 37mm). Grösserer
Durchmesser bedeutet
mehr LHM pro Millimeter Zylinderbewegung und das wiederum
bedeutet eine straffere Abstimmung.
2. die Stabis wurden
dicker.
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Citroën DS19 · 1955 |
Citroën DS und ID19
Werbung · 1957 |
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Schema Hydropneumatik |
Karosse Citroën CX · 1974 |
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| Technisch
eigentlich völliger
Blödsinn, weil man so den Achslasttransfer
erhöht und den schönen Druckausgleich
kaputt macht, der dafür sorgt, dass alle vier Räder immer ausreichend
Bodenhaftung haben, aber die Autotester, diese saudummen Autotester wollten
es halt so. Seitenneigung sei
gefährlich. Stimmt zwar für die meisten Stahlfederautos, ist aber Unfug
beim HP-gefederten CX
mit seinem schönen niedrigen Massenzentrum. Hinzu kommen die TRX-Reifen, die
zwar die
Lenkpräzision deutlich verbessern, aber echte Komfortkiller
sind.
Laut, patschig und mit
den Jahren werden sie
knüppelhart. Meine CXe
fahre ich deshalb mit
Normalreifen auf den "alten" 14-Zoll Alus.
Komfort ist mir wichtiger.
Wozu sonst hat man schliesslich einen CX? Den
besten Komfort bieten die Langversionen
wegen des Radstands. Am CX schätze ich am meisten das
völlige Fehlen jeglicher Torkelei, das
stoische Glattbügeln von
Bodenwellen der übelsten Art und einen
Federungskomfort, der dem
der GS sehr nahe kommt. Allerdings
wird der CX selbst als IE Turbo mit
300 Nm und 220 Spitze nicht zum Sportwagen, sondern bleibt ein gemütlicher
Gleiter, der am liebsten geradeaus schwebt. Alle
unter PSA-Regie entwickelten Citroëns,
also BX, Xantia, XM und C5 folgen mehr oder
weniger der Sportlichkeitsdoktrin und sind vergleichsweise straff abgestimmt. |
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Unter
anderem ist da diese unsägliche
McPherson-Vorderachse, die nicht so gut zum
HP-System passt. Das hat
vor allem zwei Gründe:
1. HP setzt
aufgrund des Druckausgleichs zwischen den Rädern einer Achse
zwingend einen niedrigen Schwerpunkt sowie ein hohes
Rollzentrum
voraus, damit sich das Auto nicht so stark in Kurven neigt. McP
hat aber ein niedriges Rollzentrum.
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Citroën
CX
Reflex und Athena · 1980 |
Citroën
CX Prestige · 1982 |
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Citroën
CX 25
GTi Turbo · 1984/
85 |
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Ergo:
mehr Seitenneigung erfordert
dickere Stabis. Nun sind aber mechanische Stabis bei einseitigen
Einfederungen "schneller" als die gedämpfte
Verbindungsleitung, die sie z.T.
kompensieren sollen. Das
führt bei Gullideckeln etc. zu diesem
unschönen "Knalleffekt". HP mit dicken Stabis ist
deshalb keine so tolle Idee. 2.
Der Federzylinder muss im HP-System das
Fahrzeuggewicht tragen. Ein Stossdämpfer braucht das
nicht. Deshalb ist die Reibung
im Federzylinder bei HP höher
als in einem
Stossdämpfer (die Stahlfeder hat ja gar keine Reibung). Diese
Reibung muss reduziert werden, in dem man sie mechanisch runterteilt,
d.h. den Federweg im Zylinder reduziert. Das
wurde bei allen Cits bis
einschl. CX auch gemacht, bei dem das Teilungsverhältnis
vorne 1:2
und hinten 1:3 beträgt (vorne ist der
Federzylinder etwa in der
Mitte des oberen Querlenkers angebracht). Bei
McP geht das nicht, weil da der Zylinder im
Federbein sitzt, d.h. die Bewegungen sind 1:1.
Ergo:
zusätzlich zum
Stabi-Problem gesellt sich das
Reibungsproblem. Das
Auto spricht noch
schlechter auf
kurze Stösse
an, was dazu führt, dass
heutige Stahlfederautos
geschmeidiger auf
kurze Stösse reagieren als z.B. der
C5. Was
für eine Schande!
Hinzu
kommt, dass aufgrund der Bewegung des
Federbeins im Raum (bedingt
durch McP) dieses
mehr Querkräfte zu
erdulden hat und somit schneller verschleisst.
Eine
Stahlfeder kann
sich biegen, ein Federzylinder kann das nicht und muss deshalb
"pivot"-gelagert
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werden.
Je mehr Bewegung
im
Raum, je
schlechter ist das für das
Ansprechverhalten bei kurzen
Stössen. Also auch Mist. Aufgrund
der höheren Reibung und den
dickeren Stabis brauchen die neuen HP-Cits straffere Dämpfer, da
sonst statt dem Dämpfereinsatz in der
Federkugel der Federzylinder dämpft, was
statt aufs Gaspolster
auf die
Karosserie
durchschlägt -- und die Kiste eiert unruhig um die
Längsachse, weil der Stabi dominiert.
Deshalb
sind
Komfortkugeln
mit Vorsicht zu geniessen. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen mit
diversen XMs. Es gibt
noch so viel mehr zu
sagen, z.B. von der
Tropfenform, den unterschiedlichen Spurweiten vorne/hinten,
der
Hinterachse, die ein leichtes und flaches Heck
erfordert, der Bremskraftverteilung,
usw...
aber das wird mir
jetzt zu lang. Der
CX war der letzte Citroën, bei dem diese
Dinge alle berücksichtigt wurden. Eine Art
Gesamtkunstwerk
sozusagen, wie die DS, nur
eben moderner. Alles
danach ist rein
marktorientiert, ohne Hirn, Hauptsache es verkauft sich. Fazit:
Wenn Du maximal komfortabel aber ohne
Schaukelei unterwegs sein willst, unbedingt Automatik möchtest
und
kein Sportlichkeitsfanatiker bist, gibt's für Dich nur *EIN*
Auto:
CX Prestige. Punkt.
Motto:
es muss nicht zusammen *halten*, sondern
zusammen *passen*!
Die
optimale Form, um durch die Luft zu gleiten,
macht
uns der Wassertropfen vor.
Wenn er
nach unten fällt, ist er unten dick
und
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| rund
und wird nach oben immer enger. Kennt man. Und
wie sehen die Autos heute so aus? Hmm... Und
dann seht euch mal die DS an, oder
den SM oder
den CX oder die GS, am besten von oben. Spur
hinten schmaler als vorne. Am Ende doch
keine Design-Spielerei? So kommt es, dass der
CX (Serie 2) heute
ziemlich exakt den gleichen effektiven Luftwiderstand hat wie der
nigelnagelneue hypermoderne
ultracoole C5, nämlich 0.68 (Produkt
aus CW-Wert und Stirnfläche). Ist
das nicht schäbig, nach so vielen Jahren
"Innovation"? Und dabei hat der CX
noch so alte Regenrinnen und
jede
Menge Ecken und Kanten. Komisch was? Na
ja, bei der Höhe: 1.36m --
Flunder! Der
911er hat 1.33m. Okay,
die
Leute werden immer grösser und
Porschefahrer waren ja schon seit
jeher winzige Zwuckel
(innerlich?
äusserlich? egal...), aber
müssen wir deshalb gleich aufm Barhocker sitzen? Gut,
die
Alten
unter uns können sich nicht mehr so bücken.
Seien wir
solidarisch: kollektive Geriatrie! Wir müssen nicht erst alt und
gebrechlich werden, um die Proportionen heutiger Mobile
schätzen
zu lernen, nein, wir haben schon in jungen Jahren kollektives Kreuzweh! (ein Schelm, wer Böses dabei
denkt, von
wegen Federung und so...). Das schlanke
Hinterteil hat aber noch einen
anderen Vorteil. Hinten
werkelt nämlich
aus vielerlei Gründen (Platzbedarf,
Bremsnickausgleich, Fahrkomfort) eine
Längslenkerachse. Die hat zwar viele
Vorteile, aber auch einen gravierenden
Nachteil: |
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